Arbeitsfähigkeit sichern
HR und Führung handlungsfähig machen, wenn Gesundheit und Leistungsfähigkeit zum Thema werden: klare Rollen, klare Gespräche, tragfähige Schritte.
Online oder Präsenz. Deutschsprachiger Raum.
Worum es geht
In vielen Organisationen ist Wissen zu BEM, Teilhabe und Unterstützungsoptionen grundsätzlich vorhanden. Was häufig fehlt, ist ein Vorgehen, das im Alltag funktioniert: Gespräche werden vermieden oder laufen schief, Rollen bleiben unklar, Maßnahmen versanden, Schnittstellen reiben.
Im Fokus steht Handlungsfähigkeit: eine gemeinsame Gesprächs- und Prozesslogik, klare Zuständigkeiten und realistische nächste Schritte – anschlussfähig an Mitbestimmung und externe Partner.
Für wen das passt
- HR/PE, wenn Verfahren und Beteiligte wirksam aufgestellt und Führungskräfte entlastet werden sollen
- Führungskräfte, wenn sensible Situationen sicher, klar und menschlich zu klären sind
- SBV/BR, wenn Beteiligung professionell gestaltet und konstruktive Lösungen ermöglicht werden sollen
- Organisationen mit vielen Schnittstellen (Betriebsarzt/AM, Arbeitssicherheit, externe Stellen), wenn Abstimmung ein Engpass ist
Typische Anlässe
- Unsicherheit, wie Gespräche bei Krankheit, Einschränkungen oder wiederkehrenden Ausfällen geführt werden sollen
- BEM-Prozesse laufen formal, aber Umsetzung und Verbindlichkeit fehlen
- HR, Führung, SBV/BR und externe Stellen arbeiten parallel – Energie geht verloren
- Erwartungen, Grenzen und Zuständigkeiten sind nicht sauber geklärt
- Vertrauen ist angeschlagen: Verfahren wirken wie Pflichtübung oder „Aktenlogik“
Was sich konkret verbessert
- Gesprächsführung mit Struktur und Formulierungen – ohne Therapeutisierung
- Rollen- und Erwartungsklarheit zwischen HR, Führung, SBV/BR und beteiligten Stellen
- Maßnahmenlogik, die im Alltag hält: Zuständigkeiten, Nachhalten statt Versanden
- Weniger Reibungsverluste an Schnittstellen: bessere Abstimmung, weniger Doppelarbeit
- Handlungsfähigkeit durch ein wiederholbares Vorgehen
Formate
Wirksamkeits-Check (0,5–1 Tag)
- Kurz-Analyse der aktuellen Praxis (Ablauf, Rollen, Schnittstellen, Bruchstellen)
- Fokus auf Engpässe: Gespräch, Verantwortung, Transfer
- Abgleich: was ist realistisch beeinflussbar – was nicht
Ergebnis: Kurzbericht (1–2 Seiten) + 5 Hebel + Empfehlung für ein Folgeformat.
Training: Schwierige Gespräche sicher führen (1 Tag)
- Gesprächsarchitektur: Einstieg, Klärung, Grenzen, nächste Schritte
- Sprache, die deeskaliert und klar bleibt
- Umgang mit Widerstand, Scham, Ärger, Rückzug, Misstrauen
- Abgrenzung: Aufgaben von Führung/HR – und was nicht dazugehört
Ergebnis: Leitfaden + Formulierungen + Fallarbeit (anonymisiert oder aus dem Kontext).
Fallwerkstatt / Transfer-Clinics (3×90 Min)
- Fallstruktur: Situation – Beteiligte – Risiken – Handlungsspielräume
- Rollenklärung und Abstimmung (HR/Führung/SBV/BR)
- Maßnahmenplanung mit Zuständigkeiten
- Transfer-Check: Umsetzung, Blockaden, nächster Schritt
Ergebnis: dokumentierte Entscheidungen + Entlastung, weil Fälle nicht „mitlaufen“.
Wofür das nicht steht
Keine Patentrezepte und keine Folien-Wissensvermittlung als Selbstzweck. Kostenlose Beratung kann punktuell hilfreich sein. Der Mehrwert liegt dort, wo Organisationen typischerweise scheitern: interne Abstimmung, Gesprächsführung und Umsetzung im Alltag.
FAQ
Ist das Therapie oder Coaching für Betroffene?
Nein. Im Fokus steht professionelle Gesprächsführung, Rollen- und Prozessklarheit im Arbeitskontext.
Braucht es Vorwissen im BEM?
Nicht zwingend. Das Format ist so aufgebaut, dass eine gemeinsame Logik entsteht – auch mit gemischtem Vorwissen.
Online oder Präsenz?
Beides. Fallwerkstätten und Transfer-Clinics funktionieren online oft sehr gut.
